Freitag, 20. Oktober 2017

Basteln und dekorieren - Ein Herz aus Rosmarin


Ich war so begeistert vom dem Moosherz, das ich vor Kurzem bebastelt habe, dass ich gerne noch einmal etwas in dieser Art machen wollte.

In meinem Garten stehen zwei große Rosmarinsträucher, von denen ich schon etwas für meine Tischdeko abschnitten hatte. Die kleinen Zweige duften wunderbar. Deshalb kombiniere ich bei diesem Projekt beides.


Ich nehme wieder einen Drahtbügel aus der Reinigung und biege ihn zunächst mit der Hand grob in Herzform.

Die Feinheiten biege ich mit der Zange zurecht. Den Aufhänger biege ich auch zu einem Kreis.

 Ich lege die Rosmarinzweige auf den Draht und umwickel das Ganze mit Dekodraht.

Mit einem Schleifenband habe ich das Rosmarinherz im Wohnzimmer an einen Schrank gehängt. Es vertrömt dort jedes Mal, wenn ich vorbei gehe einen würzigen Duft.

Bastel dir dein eigenes Herz mit deinem Lieblingskraut!

Montag, 16. Oktober 2017

Basteln und dekorieren- Schnelle und einfache Herbstdeko


Bei einem Spaziergang durch den Garten sind mir einige schöne natürliche Dekomaterialien in die Hände gefallen, die ich sofort zu einer einfachen herbstlichen Dekoration verarbeiten wollte.




Ich habe unter andrem Hagebutten, Pfaffenhütchen und Efeublüten mitgebracht.


Als erstes werde ich ein Herz für unsere Eingangstür gestalten. Dafür brauche ich:

  • Drahtkleiderbügel aus der Reinigung
  • Moos aus unserer Wiese
  • kleine Hagebutten 
  • Dekodraht
  • Schleifenband
  • Drahtzangen


Zunächst biege ich mit den Händen den Draht grob in eine Herzform. Für die Details nehme ich die Zange zur Hilfe.

 Der Aufhänger wird oben umgebogen.

Als nächstes bedecke ich den Draht mit Moos und umwickel das Ganze mit dünnem Dekodraht.


Zum verzieren lege ich Zweige mit kleinen Hagebutte auf das Herz und befestige diese ebenfalls mit den Zierdraht.

 Fertig ist das Moosherz. Jetzt fehlt nur noch ein wenig Schleifenband zum Aufhängen.


Nun nehme ich mir die runden Hagebutten vor.

Die Hagebutten spiesse ich einfach auf ein Stück Blumendraht. Zwischendurch lockere ich das Ganze mit einem Pfaffenhütchen auf. Achtung! Pfaffenhütchen sich giftig, also beim Basteln mit Kindern besser darauf verzichten und auf jeden Fall nachher gut Hände waschen.

 Auch hier fehlt nur noch ein Stückchen Webband.
 Mit diesen kleinen Kränzen kann man schöne und natürliche Akzente setzen.

Die restlichen gesammelten Stücke habe ich in Glasvasen gesteckt und so eine herbstliche Dekoration für den Esstisch gezaubert.

Ich hoffe ich konnte euch damit einige Anregungen für eine natürliche Herbstdekoration geben. Also ran an die Scheren und raus in den Garten.

Sonntag, 27. August 2017

DIY - Projekt Küchenrenovierung: Vorhang für ein offenes Küchenregal nähen

Die Produktvorschläge enthalten Werbelinks.


Mein offenes Küchenregal gefiel mir nicht mehr. Es ließ den Raum unruhig wirken und sah meistens auch etwas unaufgeräumt aus. Deshalb beschloss ich einen Vorhang davor zu hängen. 

In meinem letzten Blogpost zur Küchenrenovierung konnte man schon das Ergebnis sehen. 

Weil ich einige Anfragen erhalten habe, wie genau ich den Vorhang genäht und befestigt habe, gibt es hier noch einmal ein separates DIY.

Ich musste den Vorhang sowieso noch einmal abnehmen und unter meine Nähmaschine legen. Ursprünglich hatte ich das Schlaufenband nur aufgebügelt, aber das hat leider nicht lange gehalten.

Los gehts:


Folgendes Material habe ich verwendet:

Das Bleiband gibt es in verschiedenen Gewichtsklassen. Je fester der verwendete Stoff, umso schwerer sollte das Bleiband sein, damit der Stoff schön fällt.


Zunächst habe ich das Regal ausgemessen.

Die vordere Front unterteile ich in zwei Vorhänge und einen dritte Vorhang nähe ich für die linke Seite. Rechts steht das Regal an einer Wand.

Die Länge des Vorhangs habe ich so gewählt, dass der Stoff nicht über den Boden schleift. 
Die Breite der Stoffbahn richtet sich nach dem persönlichen Geschmack. Mag man einen Vorhang mit viel Faltenwurf, dann näht man ihn breiter. Soll der Vorhang glatter fallen, dann näht man ihn schmaler. In meinem Fall ist die Strecke, die der Vorhang verdecken soll 75 cm breit. Den Stoff habe ich 100 cm + 2 Saumzugaben geschnitten.



Für den Saum wird der Stoff zwei mal umgeschlagen. Bei Karostoff ist es besonders leicht eine gerade Kante zu bekommen. 

Ich stecke die Kanten mit Stecknadeln fest und bügel sie vor dem Nähen glatt, damit nichts mehr unter der Nähmaschine verrutscht.

So versäubere ich rundherum alle Kanten.


 Unten schlage ich eine weitere Kante um, damit eine Tasche für das Bleiband entsteht.

Nach dem Einlegen des Bleibands nähe ich die Seiten zu.



 Das Schlaufenband dient zur Aufhängung des Stoffs an der Gardinenstange. Die Stange wird durch die Schlaufen geführt und der Stoff hängt wie von selber in gleichmäßigen Falten.

 An der oberen Kante des Stoffs wird das Schlaufenband befestigt. Ich hatte es - wie gesagt - erst mit Saumband aufgebügelt. Aber das Kunststoffgewebe hat nicht lange auf der Baumwolle gehalten.

Deshalb habe ich es nun mit zwei Nähten befestigt.

Schon sind Vorhänge fertig.



Die Halterungen für die Gardinenstange habe ich am Regal angebracht. Mit der Eckverbindung geht die Stange bis zur hinteren Wand weiter und wird mit einer weiteren Halterung befestigt.

 Jetzt wird der Vorhang nur noch auf die Stange aufgezogen und fertig ist der Sichtschutz.

Donnerstag, 24. August 2017

DIY - Projekt Küchenrenovierung: Küchenfronten streichen

Die Produktvorschläge enthalten  Werbelinks.



So, letztendlich habe ich es gewagt...


Ich habe mich an den Abschuss meiner Küchenrenovierung herangetraut. Die Farbe meiner Küchenmöbel hat mir schon lange nicht mehr gefallen. Auf Pinterest habe ich mir schon seit langer Zeit neidisch DIY's angeschaut, in denen die User mutig ihre Küchenfronten gestrichen haben. Der Haken war allerdings: diese Küchen waren aus Holz. Meine Küche hat eine laminierte Oberfläche und ich war mir nicht sicher, ob die Farbe auf diesem Untergrund auch hält. 

Nach langen Recherchen im Internet und Gesprächen mit dem Mitarbeiter meines Vertrauens im Baumarkt habe ich mich dann doch an die Arbeit gemacht. Davon berichte ich hier:

Zunächst ist es extrem wichtig, dass die Oberfläche vollkommen fettfrei ist. Das erreicht man mit einem Anlauger. Ich habe Anlauger der Firma Molto verwendet. Damit habe ich die gesamte Küche gründlich abgewaschen. Die Fronten und Schubladen habe ich vorher entfernt.

Wenn alles wieder trocken ist streicht man die gesamte Küche mit einem Haftgrund um eine feste und dauerhafte Verbindung der Farbe auf der Kunststoffoberfläche sicherzustellen.


Ich habe dafür den Haftgrund der Firma Renovo benutzt. Er ist unter anderem für Kunstoffflächen geeignet. Mir war auch wichtig, dass es kein 2-Komponenten-Produkt ist, denn die müssen nach dem Zusammenmischen immerhalb einer bestimmten Zeit verarbeitet werden. 


Als kleinen Gimmick hatte ich mir noch ausgedacht, dass ein Schrank ein Ornament bekommt, das die großen glatten Flächen etwas auflockert.

Dazu hatte ich mir ein flaches Ornament aus Sperrholz besorgt.

Und das habe ich vor dem Anstrich mit Kraftkleber auf die ausgewählte Schranktür geklebt.


Wie man auf den Bilder erkennt, habe ich den Inhalt der Schränke einfach mal an Ort und Stelle gelassen. Die Lebensmittel hatte ich während des Reinigens und Streichens nur mit einem Stück Plastikplane abgedeckt. 

Während die Vorstreichfarbe gut durchtrocknet habe ich mich meinem Fliesenspiegel gewidmet. Der war ebenfalls zu gelb für meinen Geschmack.

Mit dem Streichen von Fliesen habe ich in unserem alten Haus schon negative Erfahrungen gemacht. Damals hatte ich unser Badezimmer mit einer speziellen Fliesenfarbe gestrichen. Dies sah auch zunächst ganz gut aus, es zeigte sich aber über die Jahre, dass sich die Stellen, die häufig mit Putzmittel und Seife in Berührung kamen, farblich veränderten. 

So habe ich mich schon vor einiger Zeit nach anderen Alternativen umgesehen und bin auf die Möglichkeit gestoßen, die Fliesen mit einer Folie zu bekleben. Da ich mir allerdings nicht vorstellen konnte, dass das eine dauerhaft haltbare Lösung ist, habe ich mir erst mal ein Muster schicken lassen.



Diese beiden Teststreifen klebten dann über ein Jahr hinter meinem Herd. Sie haben alle möglichen Fettspritzer abbekommen und wurden mit diversen Putzmitteln gereinigt. Und ich bin wirklich überrascht, dass sie noch bombenfest hängen und immer noch so aussehen wie am ersten Tag.


Die Aufkleber kommen auf Maß geschnitten auf einer Rolle. 

Zunächst muss man wieder dafür sorgen, dass die Fliesen sauber und fettfrei sind. Dann feuchtet man die einzelne Fliese mit einer Blumenspritze an und legt den Aufkleber auf. Durch den Wasserfilm kann man den Aufkleber noch leicht justieren. Mit einem Kuntstoffrakel drückt man das Wasser von der Mitte nach Außen heraus. Und fertig. OK, das hört sich erst einmal leichter an als es ist, aber Übung macht den Meister.


Etwas mehr Fingerspitzengefühl benötigen die Aufkleber, die man zurechtschneiden muss. Ich habe dafür ein scharfes Skalpell aus dem Bastelladen verwendet.




Nach 24 Stunden ist die Vorstreichfarbe bereit für den richtigen Anstrich.

Ich habe hier wieder meine Lieblingsfarbe verwendet, die schon für meine Türen, Zargen und Deckenleisten zum Einsatz gekommen ist: Profidur Buntlack, altweiß, seidenmatt von Schöner Wohnen

 


Ich habe den Korpus der Küche mit einem Pinsel gestrichen. Für die Flächen habe ich eine Rolle genommen. Man sollte sich unbedingt den Gefallen tun, in eine hochwertige Lackrolle zu investieren. Es ist frustrierend, sein Geld und seine Energie in so ein Projekt zu stecken und festzustellen, dass die Farbrolle Fusseln in den glatten Oberflächen hinterlässt. 

Auch sollte man weiße Flächen nicht bei Sonne im Garten streichen. Die helle Farbe zieht keine und große Insekten magisch an und die kleben dann in der frischen Farbe fest. Das ist nicht nur tragisch für die Insekten, sondern sieht auch später am fertigen Werkstück nicht gut aus.

Nach einem weiteren Tag Trocknung habe ich die neuen Griffe angeschraubt. Ich hatte in einem bekannten schwedischen Möbelhaus schöne Griffe gefunden, die genau in die alten Bohrungen passten.


Jetzt nur noch die allerletzten Fliesen bekleben und fertig ist die Küche.



Hier die alten und die neuen Griffe im Vergleich:



Die Spüle sieht jetzt so aus:



Von der anderen Seite:


Und die Arbeitsplatte gegenüber:



Der offene Unterschrank war mir zu unruhig und sah gerne mal unaufgeräumt aus. Deshalb habe ich einen Vorhang genäht und an einer Gardienenstange befestigt. 


Ich finde die Arbeit hat sich gelohnt. Die Küche wirkt durch die Farbveränderung heller und größer.

Montag, 26. Juni 2017

DIY - Aus alt mach neu - Einen Spiegel vom Flohmarkt aufpeppen




Ich habe vor einigen Tagen in einer Flohmarktgruppe auf Facebook einen alten Spiegel gesehen, der von der Größe her super in meinen Flur passt. Allerdings war er holzfarben und recht dunkel und passt somit farblich nicht. Aber soetwas ist ja kein Problem, oder?


Das ist das gute Stück. Dann machen wir uns mal an die Arbeit...


 Der Rahmen ist in einem sehr gutem Zustand. Bis auf eine kleine Macke.


Die kann man aber problemlos mit Füllspachtel auffüllen. Bis diese getrocknet ist widmen wir uns der Rückseite des Spiegels.



Ich biege vorsichtig die Klammern auf der Rückseite nach oben um das Spiegelglas zu entfernen. 

Viele lassen das Spiegelglas im Rahmen und kleben das Glas ab. Das Ergebnis ist trotz viel Mühe und Feinarbeit meiner Meinung nach aber in der Regel unbefriedigend. Wie gut man auch abklebt, etwas Farbe läuft immer hinter das Holz und der Spiegel spiegelt auch die Rückseite des Rahmens, die zum Teil noch die Originalfarbe hat wider. Was ich damit meine sieht man auf dem nächsten Bild. 

Das ist ein Spiegel, den man nicht so einfach vom Rahmen lösen konnte und den ich deshalb mit der Abklebemethode gestrichen habe. 


Nachdem ich die Rückwand entfernt habe, hebe ich vorsichtig das Spiegelglas heraus. Das Glas kann sehr scharfe Kanten haben und es ist ratsam, im Zweifel Handschuhe zu tragen um sich vor Schnitten zu schützen.




In der Zwischenzeit ist auch die Spachtelmasse getrocknet und ich kann den Rahmen an dieser Stelle schleifen. Grob gehe ich mit meinem Schleifpapier anschliessend über den gesamten Rahmen um ihn ein wenig anzurauhen.


Die Macke ist nun gefüllt. Nach dem Steichen wird davon nichts mehr zu sehen sein.

 Ich verwende hier den Acryllack in altweiss, den ich auch für meine anderen Renovierungsprojekte verwendet habe. Man kann natürlich auch eine Lasur verwenden, die die Maserung vom Holz noch durchscheinen lässt. Das ist Geschmackssache.

 Der erste dünne Anstrich deckt noch nicht ganz. Also lasse ich das Werkstück trocknen und bringe noch eine zweite Schicht auf.


Wenn auch dieser zweite Anstrich getrocknet ist, drehe ich den Rahmen um und streiche auch die Auflagefläche des Spiegelglases, damit der fertige Spiegel nicht so aussieht wie auf dem oben gezeigten Beispielfoto. 

 Wenn auch dieser Anstrich getrocknet ist, setzte ich das Spiegelglas und die Rückwand wieder in den Rahmen ein und biege die Halterungen vorsichtig wieder zurück.


Deutlich kann mann den Unterschied zur Abklebemethode erkennen. Der Übergang vom Spiegelglas zum Holzrahmen ist akkurat gelungen.


Und da hängt er frisch renoviert an seinem neuen Platz im Flur.